Stimmen

Ehemalige

„Das hat mich persönlich weitergebracht“

Mit 25 Jahren war Fabian Menke bereits angestellter Geschäftsführer der tilldekor Reiner Tillmann GmbH in Sundern. Mit 28 Jahren geschäftsführender Gesellschafter. Seine Karriere ist kein Zufall: Bereits als Schüler hat der heute 30-Jährige die Weichen gestellt und auf ein duales VWA-Studium gesetzt.


Für Fabian Menke stand schon früh fest, dass ihn sein beruflicher Weg in die Wirtschaft führen wird. Und nachdem ihm sein Onkel Reiner Tillmann, geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens, seine Nachfolge in Aussicht gestellt hatte, entschied sich Fabian Menke für das Abitur am Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Neheim. „Und ich habe mich informiert, welche Möglichkeiten es für Ausbildung und Studium gibt. Für mich war das duale Studium der VWA die interessanteste Lösung“, berichtet der 30-Jährige. Bei einem klassischen Hochschulstudium habe er den Praxisbezug vermisst.

 

„Neben der Verknüpfung von Theorie und Praxis war für mich auch die Zeitersparnis wichtig“, sagt Fabian Menke. Er habe sich nicht erst nach einem langen Studium in die Praxis eines Unternehmens einarbeiten müssen, sondern konnte gelernte Inhalte direkt im Tagesgeschäft anwenden. „Das Arbeitspensum war während des dualen Studiums sicherlich sportlich“, sagt der Jung-Unternehmer. „Aber es hat mich gleichzeitig auf meine Arbeit als geschäftsführender Gesellschafter vorbereitet, bei der ich auch keine 40-Stunden-Woche habe.“ Besonders gut an dem dualen Studium hat ihm gefallen, dass es Dozenten gab, die selbstständig sind und aus ihren Bereichen berichtet haben. „Das hat mich persönlich weitergebracht“. Aber auch von den Studieninhalten konnte Fabian Menke vom ersten Tag an profitieren, „ganz besonders von den Themen Personalführung und Bilanzen“. Alles in allem habe das VWA-Studium maßgeblich dazu beigetragen, dass er sich deutlich schneller in das Unternehmen einarbeiten konnte.

 

Nachdem er Ausbildung zum Industriekaufmann (2005-2007) und Studium (Abschluss 2009) bei einem Unternehmen in Sundern begonnen hatte, konnte er vor acht Jahren – und früher als erwartet – in  den Familienbetrieb, der Gardinenstangen und Sonnenschutzartikel produziert und importiert,  wechseln. Nach dem Studium stieg er dort fest als Mitarbeiter im Einkauf und Vertrieb ein. Vor fünf Jahren folgte der nächste Karriereschritt: Fabian Menke stieg zum angestellten Geschäftsführer auf, vor zwei Jahren schließlich zum geschäftsführenden Gesellschafter. „Ziel ist es, das Unternehmen als alleiniger geschäftsführender Gesellschafter zu leiten, wenn mein Onkel in den Ruhestand geht.“

SKS metaplast Scheffer-Klute GmbH

„Dafür würde ich mich jederzeit wieder entscheiden“

Für Christoph Hillebrand war nach dem Abitur klar: „Ich wollte kein klassisches Studium beginnen und mich nur mit Theorie beschäftigen, sondern direkt arbeiten und Wissen in der Praxis anwenden.“ Deshalb hat er sich für den dualen Bachelor-Studiengang der VWA entschieden. Heute arbeitet der Arnsberger als Assistent der Kaufmännischen Leitung bei SKS metaplast Scheffer-Klute GmbH in Sundern.


Der Arnsberger war quasi von Beginn an dabei. 2007 gehörte er zu den allerersten Bachelor-Studenten der VWA, die in Lippstadt gestartet sind. Von da an hieß es für den heute 27-Jährigen: duale Ausbildung zum Industriekaufmann plus wissenschaftliches Studium. Nach eineinhalb Jahren legte er vor der IHK seine Abschlussprüfung zum Industriekaufmann ab. „Ausbildung und Studium haben schon viel Zeit in Anspruch genommen, besonders das erste Jahr war anstrengend“, erinnert sich Christoph Hillebrand. „Aber darauf war ich vorbereitet, Zeit für Familie, Freunde und Hobbys blieb mir trotzdem genug.“ Freitags und samstags standen für ihn Vorlesungen und Klausuren auf dem Programm. Was ihm besonders gut gefiel: „Ich fühlte mich bei der VWA gut aufgehoben: Man wusste immer, wer bei welchen Fragen Ansprechpartner ist“. Gleiches gilt für seinen Ausbildungsbetrieb SKS, der Christoph Hillebrand das duale Studium ermöglich hat. Auf den Betrieb, der Fahrradzubehör und Teile für die Automobil- sowie für die Sanitärindustrie produziert (außerdem gehört das Tochterunternehmen blomus GmbH dazu, das Geschenkartikel und Wohnaccessoires aus Edelstahl vertreibt) ist der Arnsberger nach dem Abitur durch die VWA aufmerksam geworden.


Heute klettert der 27-Jährige bereits die Karriereleiter hinauf und arbeitet bei SKS als Assistent der Kaufmännischen Leitung, schloss 2013 sogar noch eine Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter ab. „Ja, ich bin schon ehrgeizig“, sagt Christoph Hillebrand. Zu seinem Tagesgeschäft gehören nicht nur Buchhaltung, Kostenrechnung und Controlling, für die er jetzt sehr gut die betriebswirtschaftlichen Inhalte seines Studiums anwenden kann. Christoph Hillebrand übernimmt darüber hinaus auch eigenverantwortlich Projekte, zum Beispiel bei den Themen e-Bilanz oder Personalentwicklung. Und nicht zuletzt ist er, seitdem er 2008 die Position als Assistenz der Kaufmännischen Leitung übernommen hat, verantwortlich für die rund 25 SKS-Auszubildenden und dualen Studenten, das heißt: Er koordiniert die organisatorischen Bereiche der Ausbildung. Die jungen Menschen, die einen kaufmännischen Beruf bei SKS erlernen, bildet Christoph Hillebrand auch selbst aus. „Dank meines VWA-Studiums habe ich ein breites Wissen, und das hilft mir auch aus als Ausbilder.“ Und über sein VWA-Studium sagt er: „Dafür würde ich mich jederzeit wieder entscheiden“.

Mit Weitblick in die Praxis

„Durch mein Studium habe ich viel tiefere Einblicke gewonnen und bin einfach näher dran an der Praxis“, sagt Sebastian Knipschild. Der 27-Jährige hat seinen beruflichen Weg mit einem dualen Studium an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Hellweg-Sauerland (VWA) geebnet.

Kundenakquise, Messeauftritte, nationale und internationale Projektverantwortung, After-Sales-Service, Dienstreisen ins europäische Ausland: Sebastian Knipschild schwärmt von seiner Arbeit im Vertriebsinnen und -außendienst bei dem Unternehmen Möller GmbH & Co. KG in Meschede. Seit Oktober 2013 ist der junge Schmallenberger bei dem Familienunternehmen (Metall- und Kunststoffindustrie) in Meschede.


„Ich habe mich nach dem Abitur genau informiert, welche Möglichkeiten für mich in Frage kommen. Klar war, dass ich auf jeden Fall in die Wirtschaft und kein klassisches Hochschulstudium beginnen wollte“. Die duale Version an der VWA sei für ihn genau die richtige Wahl gewesen und er habe dies mit der dazugehörenden  Ausbildung zum Industriekaufmann 2007 bei einem Unternehmen in Hallenberg absolviert. Die Kombination von Ausbildung und wirtschaftswissenschaftlichem Studium mit Vorlesungen an Samstagen sei zwar eine intensive Zeit gewesen, zumal sein Studiengang in Lippstadt gestartet sei.


An seinem Studium  habe ihm besonders gut die familiäre Atmosphäre gefallen. „Vor allem aber auch der Tiefgang des Unterrichts“, erzählt Sebastian Knipschild. Vorlesungen und Seminare seien nicht von Studierenden überlaufen, so dass genug Raum  für die Professoren bliebe, auf individuelle Fragen einzugehen. „Dadurch wurden Inhalte viel besser transportiert“. Und: „Einige Professoren sind selbst Unternehmer und haben so direkt aus der Praxis berichtet“, fügt Sebastian Knipschild hinzu.


Eineinhalb Jahre lang hat der Schmallenberger nach seinem Studienabschluss 2011 Berufserfahrung in seinem Ausbildungsbetrieb – insbesondere im Bereich Export und in der Projektarbeit – gesammelt, bevor sich ihm eine neue berufliche Perspektive bei dem Unternehmen Möller in Meschede bot – nicht zuletzt dank seines VWA-Studiums. „Durch dieses habe ich auch Weitblick gewonnen.“

 

Neben dem Job zum Betriebswirt (VWA) und Bachelor of Arts

Immer mehr Berufstätige setzen zur Weiterqualifizierung neben dem Job auf ein Studium. Jana Wulf ist eine von ihnen. Nach dem berufsbegleitenden Studiengang zur Betriebswirtin an der VWA Hellweg-Sauerland hat sie bereits das nächste Ziel vor Augen: Sie ist mit dem Bachelor of Arts gestartet – ebenfalls berufsbegleitend.


„Ich wollte mich weiterbilden, etwas für mich tun“, sagt Jana Wulf. „Stillstand ist nichts für mich.“ Nach dem Abitur 2010 hatte sich die heute 25-Jährige aus Anröchte bewusst zunächst gegen ein Studium und für eine duale Ausbildung entschieden. „Ich wollte auf jeden Fall mit Zahlen arbeiten.“ Ein BWL-Studium war der jungen Frau aber dann doch zu trocken, wie sie sagt. Sie wünschte sich den Kontakt mit Menschen.

 

Deshalb entschied sich Jana Wulf für eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Volksbank Hellweg eG, von der sie nach zweieinhalb Jahren Ausbildungszeit Anfang 2013 unbefristet übernommen worden ist. In der Filiale Warstein-Sichtigvor arbeitete sie zunächst als Junior-Kundenberaterin, insbesondere 18- bis 28-Jährige gehörten zu ihren Kunden. „Das war eine tolle Aufgabe“, sagt die junge Bankkauffrau.

 

Trotz ihres erfolgreichen Starts ins Berufsleben stand für sie jedoch fest: Sie möchte sich möglichst breit aufstellen. Deshalb hat sie sich für das Studium zur Betriebswirtin (VWA) entschieden. Berufsbegleitend. Die zusätzliche Belastung hat die junge Frau gerne in Kauf genommen. An zwei Abenden in der Woche – dienstags und donnerstags – sowie an jedem zweiten Samstag stand für sie Unterricht in den Räumlichkeiten der VWA in Soest auf dem Programm.

Mit dem Abschluss in der Tasche macht sie direkt weiter: „Es hat mich gereizt, in verkürzter Zeit zusätzlich einen Hochschulabschluss zu erreichen, der national und international anerkannt ist“, sagt die junge Frau. „Dabei ist für mich als Berufstätige besonders attraktiv, dass ich viel von zu Hause aus für das Studium erarbeiten kann und es nur wenige, aber dafür qualitativ gute und intensive Präsenzveranstaltungen gibt.“

 

„Der berufsbegleitende Studiengang ist ein wichtiger Beitrag für die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Qualifizierung“, sagt VWA-Leiterin Saskia Fleer. „Auch ohne Abitur steht damit die Tür zu einer akademischen Ausbildung offen und Berufstätige müssen keine Auszeit vom Job nehmen.“ Arbeitgeber hätten auf der anderen Seite die Chance, gezielt Fach- und Führungskräfte heranzubilden.

 

Jana Wulf kann Beruf und Studium nicht zuletzt deshalb miteinander vereinbaren, weil ihr Arbeitgeber sie unterstützt und ihr mit einem Gleitzeitmodell eine gewisse Flexibilität ermöglicht. Aber auch der Rückhalt im Familien- und Freundeskreis ist während des Studiums für Jana Wulf wichtig.

 

Der Einsatz zahlt sich für die junge Frau bereits aus. „Ich konnte bei meinem Arbeitgeber aus der aktiven Kundenbetreuung in das Vertriebscontrolling wechseln und bekomme so nun viel von der Planung, Steuerung und Lenkung der Bank mit. Durch den Bachelor-Abschluss erhoffe ich mir, dass sich für mich weitere berufliche Türen öffnen.“

 

„Indien war eine der besten Erfahrungen meines Lebens“

Für Dennis Bommersheim ist sein VWA-Studium eine „stark prägende, intensive und wertvolle" Zeit gewesen. Mit diesen Worten hat sich der 25-Jährige aus Mumbai gemeldet. In der indischen Millionen-Metropole hat er sechs Monate lang ein Auslandspraktikum bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft absolviert.


„Das war eine tolle Erfahrung auf allen Ebenen", berichtet Dennis Bommersheim. Er habe viel gelernt – auf beruflicher, menschlicher und kultureller Ebene, während er in Indien für ein internes Projekt eingesetzt gewesen ist. „Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt, neue Freunde gefunden, gelernt, internationaler zu denken und in einem fremden Land zurechtzukommen", beschreibt der 25-Jährige aus Mücke (Hessen) seine Erlebnisse. „Indien war ein großes Abenteuer und das Praktikum eine der besten Erfahrungen meines Lebens." Erfahrungen, die ohne das VWA-Studium nicht möglich gewesen wären.

 

Begonnen hatte für Dennis Bommersheim nach dem Abitur 2010 in Hessen alles mit einer Ausbildung bei einer Krankenkasse. „Ich wollte zunächst eine solide Grundlage und Sicherheit haben", sagt er. Eigentlich habe er aber immer geplant, Betriebswirtschaftslehre zu studieren. Während der Ausbildung hörte er von dem berufsbegleitenden Studium der VWA. „Das Konzept hat mich sehr interessiert, denn ich wollte einerseits gerne studieren, andererseits aber auch Praxiserfahrung sammeln." Deshalb meldete er sich direkt nach seinem Ausbildungsabschluss für den Betriebswirt (VWA) an und startete damit 2012. Drei Jahre später, nach dem erfolgreichen Abschluss, hat er sich für den berufsbegleitenden Studiengang zum Bachelor of Arts eingeschrieben. Dieser Studiengang wird von der FH Südwestfalen und der VWA in Arnsberg angeboten.

 

„Das berufsbegleitende Studium war zwar eine deutliche Belastung, aber es hat sich gelohnt", zieht Dennis Bommersheim ein positives Fazit. „Man kann in vielen Praxisbereichen das frisch erworbene theoretische Wissen direkt anwenden und sammelt gleichzeitig wertvolle Berufserfahrung". Außerdem habe er viel lernen können von den Menschen, die er während seines Studiums getroffen hat – von Dozenten wie Mitstudierenden gleichermaßen.

 

Weil er sich auch nach dem Studium weiterentwickeln möchte, hatte er sich bereits im Vorfeld für verschiedene Auslandspraktika beworben. Nach Indien wird ihn im Februar sein Weg nach Qiagen in den USA führen, wo er bei einem internen globalen Projekt mitarbeiten kann. „Ich denke, diese Zeit wird ebenfalls mit vielen spannenden und wertvollen Erfahrungen verbunden sein."

Und auch für seine Rückkehr hat er schon Pläne geschmiedet: „Ich möchte mich für einen Masterstudiengang an einer international ausgerichteten Hochschule in Deutschland einschreiben."